Das Stillen – Warum solltest du stillen?

Das Stillen – Warum solltest du stillen?

Von dem Zeitpunkt an, an dem du deine Schwangerschaft verkündest, fängst du an zu hören, dass das Stillen das Beste für dein Baby ist. Manchmal bist du davon überzeugt, dass du stillen wirst, an anderen Tagen bist du da nicht sicher. Du weisst nur, dass du das Beste für dein Baby willst.

Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt haben jetzt endgültig anerkannt, dass Muttermilch die gesündeste, nahrhafteste Ernährung für Babys ist. Jahrzehntelange, umfangreiche Forschungen haben gezeigt, dass Muttermilch, ohne Zweifel, die ideale Nahrung für das Baby ist und es vor Krankheiten schützt. Das Stillen ist eine langfristige Investition und bietet ernstzunehmende Vorteile für die Gesundheit.
 

Aber was ist mit di, der Mama? Es ist wichtig, dass du bereit bist, da das Stillen nicht immer einfach ist; manchmal verlangt es dir eine unglaubliche Ausdauer ab und du musst physische Hürden überwinden. Duj solltetst wissen, dass auch du nur dazugewinnst, wenn du stillst.

Warum stillen? Kurz zusammengefasst…
Babys, die gestillt werden:
 

Haben einen kürzeren Krankenhausaufenthalt als Babys, die mit künstlicher Babynahrung gefüttert werden.

  • Haben weniger Ohrinfektionen
  • Haben weniger Verdauungsprobleme
  • Haben weniger Hautausschläge und Allergien
 Andere wichtige Erkenntnisse:
  • Das Protein, das in der Muttermilch vorhanden ist, bringt das Immunsystem des Babys wirksam auf Touren. (National Academy of Sciences USA)
  • Es wird angenommen, dass Babys, die mit künstlicher Nahrung gefüttert werden, einen 14-mal längeren Krankenhausaufenthalt haben als Babys, die gestillt werden. (The Journal of Human Lactation, No. 2, 1993)
  • Die Weltgesundheitsorganisation und Experten auf anderen Gebieten ermutigen Mamas dazu, solange wie möglich zu stillen – mindestens für ein Jahr – da Muttermilch die beste Ernährung und den höchst möglichen Schutz vor Bakterien und Infektionen bietet. (Breastfeeding Guideline from the American Academy of Pediatrics)
  • Die US Gesundheitsbehörde (und die AAP) empfehlen, das Baby bis es 6 Monate alt ist ausschließlich zu stillen und bis zum Ende des ersten Lebensjahres feste Nahrung einzuführen während man das Stillen fortsetzt.
  • Die Muttermilch enthält über 100 Nährstoffe, die in künstlicher Babynahrung nicht aufzufinden sind. Diese Komponenten sind sehr nützlich für dein Baby und enthalten Cholesterin und Docosahexaensäure (DHA). Dies sind wichtige Elemente bei der Bildung von Hirngewebe, für die Gehirnfunktion, die Entwicklung des Sehens und Hörens und stellen die biochemische Basis für verschiedene Enzyme im Körper des Babys dar.
  • Das Stillen verringert deutlich das Risiko und Schwere von Diabetes, Krebs bei Kindern, Fettleibigkeit, Asthma, Bronchitis, bakterielle Meningitis, Harnwegsinfektionen und vielen anderen Krankheiten.
  • Studien haben gezeigt, dass das Stillen über einen Zeitraum von vier Monaten das Risiko verringert, an Morbus Crohn, Hodgkin-Lymphom, Diabetes bei Jugendlichen und an anderen Krebsarten, die junge Kinder betreffen, zu erkranken. (American Academy of Pediatrics)
  • Neueste Studien weisen darauf hin, dass dieselben Eigenschaften in der Muttermilch nicht nur das Baby, sondern auch die stillende Mama vor Diabetes schützen. Bei Mamas, die mindestens ein Jahr lang gestillt haben, wird zu 15% weniger Diabetes des Typs 2 (Altersdiabetes) diagnostiziert als bei Frauen, die nicht gestillt haben. Für jedes Jahr, das die Mama gestillt hat, verringert sich ihr Risiko diese Krankheit zu entwickeln um weitere 15%. (Journal of American Medical Association, Volume 294 no. 20, November 2005)
  • Die Muttermilch überträgt aktive und passive Antikörper gegen jede Krankheit, die die Mama in ihrem bisherigen Leben hatte.
  • Die Muttermilch steigert die kognitive Fähigkeit als Schmerzmittel während schmerzhafter medizinischer Eingriffe zu fungieren. (American Academy of Pediatrics)
  • In einer Studie mit Frauen in einem chinesischen Dorf kam heraus, dass bei den Mamas, die zwei Jahre oder länger gestillt haben, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um 50% geringer war. (American Journal of Epidemiology).
  • Das Stillen ist nützlich, um die Möglichkeit an Eierstockkrebs zu erkranken, zu verringern und erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Mamas, schneller wieder ihr Gewicht vor der Schwangerschaft zu erreichen.
  • Mamas, die sich dazu entscheiden, zu stillen, stärken ihre eigenen Knochen. Obwohl das Stillen zunächst die Knochendichte senkt, sind die Knochen innerhalb von zwei Jahren stabiler als vor der Schwangerschaft. Die Tatsache ist, dass das Stillen den Frauen die seltene Möglichkeit bietet, kleine Risse in ihren Knochen zu reparieren, was schließlich gegen Knochenschwund helfen kann. Die Johns Hopkins Universität führ gerade eine Untersuchung durch, um die Wirkung der Schwangerschaft auf die weiblichen Knochenaufbau und Dichte zu bestimmen.
  • 1994 wurde eine Studie durchgeführt, um die Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen, die unterschiedlich lange gestillt haben, im Vergleich zu Frauen, die nicht gestillt haben, zu bestimmen. Bei diesem Vergleich der Häufigkeit von Brustkrebs bei prämenopausalen Frauen kam heraus, dass sich das Risiko an Brustkrebs zu erkranken bei Frauen, die bis zu 3 Monate gestillt haben, um 15% geringer, bei Frauen, die 4-12 Monate gestillt haben um 22% geringer und bei Frauen, die 13-24 Monate gestillt haben um 34% geringer war. (Newcomb, P.A. et al, The New England Journal of Medicine 330(2): 81-87)
  • 1994 wurde auch eine Studie durchgeführt, um zu bestimmen, ob das Stillen Frauen gegen Brustkrebs später im Leben schützt (galt für prämenopausalen und Brustkrebs nach der Menopause). Die Ergebnisse zeigten, dass das Risiko bei Frauen, die gestillt wurden -wenn auch nur für kurze Zeit- Brustkrebs zu entwickeln um 25% geringer war, im Vergleich zu Frauen, die mit künstlicher Babynahrung gefüttert wurden. (Freudenheim, J. et al, Epidemiology 5: 324-331)
  • Unter den verschiedenen Arten von Leukämie führt die akute Lymphoblastenleukämie (ALL) in den meisten Fällen zum krebsbedingten Tod bei Kindern unter 15 Jahren in den Vereinigten Staaten. Studien haben gezeigt, dass bei Kindern, die mindestens sechs Monate lang gestillt wurden, eine um 24% geringere Möglichkeit bestand, dass sie diese Krankheit bekommen. Es besteht auch ein geringeres Risiko an weniger bekannten Leukämiearten zu erkranken. Bei Kindern, die bis zu sechs Monate lang gestillt wurden, verringerte sich das Risiko um 12%. (Environmental Health Perspectives, Vol. 113, Number 2, February 2005)
  • Kinder, die gestillt wurden, haben seltener eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Gluten ist ein Protein, das in Getreide wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Babys, die während des Übergangs zu fester Nahrung gestillt werden, verringern ihr Risiko, eine Intoleranz zu entwickeln, um 52% im Vergleich zu Babys, die nicht gestillt wurden (Archieves of Disease in Childhood, November 2005).
  • Das Stillen ist eine umweltfreundliche Wahl: die Verpackungen der künstlichen Babynahrung belasten die natürlichen Ressourcen der Erde schwer. Geschätzt 87.203 Tonnen Blech und Papier sammelt sich durch leere Babynahrungsverpackungen an. (La Leche League, May 2002)
  • Das Stillen ist kostengünstig aus persönlicher und öffentlicher Perspektive: es reduziert den Bedarf medizinischer Behandlungen, die Fehltage bei der Arbeit und den Energieverbrauch. (American Academy of Pediatrics)
Alle diese Informationen stammen aus Forschungsartikeln oder ihren Vorworten.
 

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