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Die Milchmenge steigern – Warum habe ich nicht genug Milch?

Die Milchmenge steigern – Warum habe ich nicht genug Milch?

Es gibt viele Gründe für eine reduzierte Milchproduktion und es gibt für alles eine Lösung. Gehe die Liste durch und schau, ob einer der Punkte auf dich zutrifft. Denk daran, es gibt keinen Grund zur Sorge! Mit der richtigen Behandlung und dem richtigen Rat, kann man mit der Mehrheit an Problemen fertig werden, während man eine stetige Milchversorgung aufrechterhält.

Gemäß der IBCLC Stillberaterin, Lisa Marsko (USA) und Expertin für Pflanzenheilkunde, Katherine Higgins, Gründerin von Motherlove und Autorin zahlreicher Bücher über Pflanzenheilkunde.

Was sind die Hauptfaktoren, die die Produktion von Muttermilch beeinflussen?

Angebot und Nachfrage regeln die Milchbildung

Je mehr Milch dein Baby nachfragt, desto größer wird dein Angebot. Lege dein Baby rechtzeitig bei den ersten Hungerzeichen an. Stillen nach Bedarf beinhaltet immer den Bedarf von Mama und Kind – also auch deinen Wunsch oder das Bedürfnis, dass dein Baby deine Brust leeren soll. Zeigt dein Baby durch Saugen der Brust, dass es einen kontinuierlichen und guten Abnehmer gibt, produziert die Brust automatisch das, was nachgefragt wird und stellt das Angebot bereit. Es ist also wichtig, immer für Nachfrage zu sorgen, weil die Brust sonst die Produktion verringert in der Annahme, es gäbe keinen Abnehmer.

Es gibt einige Kräuter und Gewürze, die die Milchbildung einschränken können. Hierzu gehören z.B. Salbei und Pfefferminze (auch mit Minze gewürztes Essen).

Wenn die Nachfrage oder die Gewürze bei Dir stimmen, du aber das Gefühl hast, zu wenig Milch zu haben, kann es auch immer hilfreich sein, den Hormonspiegel untersuchen zu lassen. Es gibt einige Hormone, die bei einem Ungleichgewicht, die Milchbildung beeinflussen können. Hierzu gehören z.B. Progesteron, Östrogen, Testosteron, Prolaktin, Insulin oder Thyroxin.

Das Brustgewebe – manche Frauen leiden evtl. an einem schadhaften Brustgewebe oder haben aus verschiedenen Gründen nicht genügend Brustgewebe. Silikonimplantate, Brustverkleinerungen oder andere operative Eingriffe an der Brust können die Milchdrüsen, Milchgänge und Nerven schädigen. Polyzystische Ovarien können auch einen Schaden am Brustgewebe verursachen.

Narben – diese können durch diagnostische Eingriffe oder durch kosmetische Korrekturen der Brustwarzen verursacht werden.

Brustwarzenpiercings können Nervenschäden verursachen, die kritisch für das Stillen sind. Es kommt auch vor, dass Milchgänge durch das Piercing beschädigt wurden. Ziehe im Zweifel deine Hebamme oder eine zertifizierte Stillberaterin hinzu.

Du kannst deinem Körper helfen, mehr Milch zu produzieren

Es gibt einige Pflanzen, die die Milchproduktion fördern – du kannst dir die Informationen und wertvolle Erfahrungen vieler Kulturen, die über die letzten hundert Jahre gesammelt wurden zu Nutze machen.

Hier sind ein paar Zutaten, die die Milchbildung anregen: Bockshornklee, Mariendistel, Brennnesseln, Fenchel, Moringa.

Es gibt noch viele mehr – frag am betsen deine Stillberaterin danach. Zögere nicht, einen professionellen Rat einzuholen, wenn du Fragen oder Probleme bezüglich des Stillens hast. Stillberaterinnen haben die nötige Erfahrung und das Wissen, dir die bestmögliche Hilfe und Unterstützung zu geben. Jede stillende Frau ist einzigartig und Körperunterschiede, Physiologie, das hormonelle Gleichgewicht und die Gewohnheiten des Babys sind alles Faktoren, die Einfluss auf das Stillen haben können. Ein persönliches Treffen mit einer Stillberaterin, bei der du dich gut aufgehoben fühlst, kann dir helfen, so zu stillen, wie es bei dir funktioniert.

Das Ausstreichen – manchmal benötigt der Körper Unterstützung und Stimulation, um die Milchbildung zu erhöhen. Du kannst die Milch, die nach dem Stillen noch in deinen Brüsten ist, ausstreichen, sie lagern und sie für eine spätere Nutzung aufheben. Dein Körper interpretiert es als Nachfrage und bildet entsprechend Milch nach.

Das richtige Stillen – vielleicht wurde dein Baby nicht richtig an die Brust angelegt, so dass es die Brust nicht effektiv leert. Falls du feststellst, dass das Stillen deinem Baby Probleme bereitet, von der Brust ablässt oder es als schwierig empfindet, an der Brust zu bleiben, falls du Risse in den Brustwarzen hast oder falls du mehr als zwei Wochen nach der Geburt Schmerzen während des Stillens hast, frag deine Hebamme oder deine Stillberaterin um Rat, vielleicht hat dein Baby ein zu kurzes Zungenbändchen, was ihm das Stillen erschwert.

Alternative Techniken – es gibt noch andere Wege, die Milchproduktion anzuregen, wie Chiropraktik, Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, Naturheilkunde. Du kannst deine Milchproduktion anregen, indem du eine Methode ausprobierst, mit der du dich wohlfühlst und am besten entspannen kannst.

Die Ernährung während des Stillens – denk daran, dass die Ernährung die Medizin für den Körper ist. Eine abwechslungsreiche Ernährung, reich an Vitaminen, Mineralien, Proteinen, Ballaststoffen, Eisen, Vitamin B, Kalzium, Magnesium und Omega-3 Fettsäuren kann den Unterschied machen, um deinen Körper bei der Milchproduktion zu helfen. Vermeide ungesundes Essen und trink viel Wasser.

Fehlendes Vertrauen – manchmal benötigt es Zeit, um Vertrauen in deine Fähigkeiten als Mama zu entwickeln. Dies ist nicht etwas, was Frauen selbstverständlich direkt haben. Viele Mamas fühlen sich in ihrem Umfeld unwohl, da ihnen das Stillen Vergnügen oder Schmerzen bereitet. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du bequem stillen und dich den Emotionen, die du erlebst, hingeben kannst. Der Augenkontakt mit deinem Baby kann helfen, das Stillen harmonisch und erfolgreich zu gestalten. Eine andere Möglichkeit, dein Vertrauen zu verbessern ist, sich Stillgruppen, die dich unterstützen, anzuschließen und deine Erfahrungen mit anderen stillenden Mamas zu teilen.

Sonstiges – versuche, dich über den Tag verteilt einige Stunden auszuruhen, um deinem Körper zu ermöglichen, Energie zu tanken. Im Ringen um die Milchproduktion machen viele Mamas ihre Situation noch schlimmer. Es ist wichtig, zu verstehen, dass es manchmal zu Situationen kommt, die du nicht kontrollieren kannst. Eine Mama, die nur teilweise stillt, aber entspannt ist, ist besser als eine Mama, die ausschließlich stillt, aber frustriert, müde und von Schmerzen gepeinigt ist. Gönn dir, was auch immer nötig ist (Ruhe, Musik, ein entspannendes Bad, körperliche Betätigung, eine Unterhaltung alleine mit einer Freundin im Cafe…), um dich zu entspannen und auszuruhen.

Eine persönliche Anmerkung: was du im Moment erlebst, erleben auch tausend andere Mamas. Teile deine Sorgen hier mit uns. Stillen, genau wie die Mutterschaft, ist ein Prozess des Ausprobierens. Versuch es weiter, während du auf dich selbst, deinen Körper und dein Baby hörst und erlaube, dass professionelle Hilfe dich wann immer möglich unterstützt.

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