Die Ernährung für stillende Mamas – Teil B

Die Ernährung für stillende Mamas – Teil B

Die Ernährung während des Stillens ist ein Thema, das viele Mamas beschäftigt: Welche Nahrungsmittel sind für mich nach der Geburt vorteilhaft? Gibt es Nahrungsmittel, die die Milchproduktion erhöhen? Welche Nahrungsmittel sollte ich vermeiden?

Letzte Woche hast du die ersten Empfehlungen bezüglich der Ernährung für stillende Mamas nach der Geburt und Informationen über laktogene Lebensmittel (verbessern die Milchversorgung) bekommen. Hier kommt noch mehr Wissenwertes.

Was bewirken laktogene Nahrungsmittel wirklich?

Nahrungsmittel, die die Produktion von Muttermilch fördern, helfen auch auf vielen anderen Wegen. Das wichtigste ist eine gesunde Ernährung mit der richtigen Anzahl an täglichen Kalorien. Eine Mama, die sich ausgewogen ernährt, ist stärker und energiegeladener beim Stillen. Die Komponenten einer ausgewogenen Ernährung wirken auch förderlich auf die Biochemie der Muttermilchproduktion.

Diese Komponenten beinhalten Phytoöstrogene (die sich ähnlich wie die im Köper natürlich vorkommenden Östrogene verhalten) wohltuende Elemente, die in einigen Pflanzen gefunden wurden und wichtige Substanzen für den Körper, die Sterine und Aminosäuren beinhalten. Eine laktogene Ernährung, die reich an Mineralien mit einer ausgewogenen Aufnahme an Fetten ist, stellt sicher, dass der Körper der stillenden Mama optimal arbeitet.


Teil B – Laktogene Nahrungsmittel (verbessern die Milchversorgung) und die perfekte Stillernährung

Was beinhaltet eine laktogene Ernährung?

G e m ü s e 

Fenchel
Dieser kann frisch oder gekocht gegessen werden. Brate den Fenchel bei geringer Hitze in einer Pfanne mit etwas Butter leicht an und schrecke ihn mit kaltem Wasser ab. Dies hilft, die Feuchtigkeit, die Konsistenz und den Geschmack des Fenchels zu erhalten. Fenchelsamen sind bekannt für ihre milchtreibenden Eigenschaften, aber auch der Rest der Pflanze hat einige derselben Eigenschaften.

Karotten, Rüben & Süßkartoffeln
Dieses Gemüse ist reich an Beta-Carotin, wovon der Körper eine Menge während der Milchproduktion benötigt. Karottensamen und die Karotten selbst sind beide dafür bekannt, nützliche, milchfördernde Eigenschaften zu haben. Frische Rüben sind eine wundervolle Quelle für Eisen und andere Mineralien und können sehr hilfreich bei Eisenmangel sein. Dieses Gemüse ist auch von Natur aus süß, so dass sie sehr köstlich schmecken und alle eine gesunde Leberfunktion fördern.
 
Gemüse mit dunkelgrünen Blättern (Spinat, Brennnesseln, Löwenzahn)
Dieses Gemüse ist eine großartige Quelle für Eisen, Vitamine und Enzyme, wie Phytoöstrogene, die bei der Muttermilchproduktion helfen. Löwenzahn und Brennnesseln sind harntreibende Pflanzen und können in Fällen von Wasseransammlungen in den Gefäßen helfen, ein bekanntes Phänomen bei schwangeren und postnatalen Mamas. Kauf dir frische, vorzugsweise biologisch angebaute Blätter und iss sie als Ganzes, zerkleinert in einem Salat oder als Tee aufgebrüht. Brennnesseln sind bekannt dafür, dass sie ein breites Spektrum an Nährstoffen in nur einer Pflanze zur Verfügung stellen und sie lassen sich auch gut als Suppengewürz nutzen. Andere Pflanzen dieser Gattung sind Ruccola, Rübenblätter, Kohl, Mangold, Spinat, Endiviensalat und mehr.

Getreide & Hülsenfrüchte
Getreide und Hülsenfrüchte sind schon seit langer Zeit bekannt als Verstärker der Milchversorgung. Die bekanntesten Getreidesorten mit diesen hilfreichen Eigenschaften sind Hafer, Hirse, Gerste und Reis. Empfohlene Hülsenfrüchte sind Kichererbsen, Linsen und Bohnen (Mungobohne und andere).

Nüsse & Kerne
Mandeln, Cashew- und Macadamianüsse fördern die Muttermilchproduktion. Du solltest versuchen, diese Nüsse so roh und einfach wie möglich zu essen. Der Geschmack roher, ungesalzener Nüsse ist vielleicht erst einmal ungewohnt, eine kleine Menge jeden Tag reicht völlig aus.

Es ist eine gute Idee ein Gefäß mit Nüssen an deinem Lieblingsstillplatz zu stellen (wenn du Kinder unter 5 Jahren hast, stelle sicher, dass das Gefäß sicher verschlossen ist). Es ist normal, wenn du nachts während des Stillens Hunger bekommst, entsprechend ist das eine tolle Art, einen gesunden Snack zur Hand zu haben. Hungrig zu bleiben oder weniger nahrhafte Nahrung wie Brot zu essen, ist nicht empfehlenswert. Vergiss auch nicht eine Flasche Wasser in der Nähe zu haben – während des Stillens Nüsse zu essen, ist ein Durstgarant.

Öle & Fette
Diese Nahrungsmittelgruppe spielt eine entscheidende Rolle bei der Zellbildung und der Funktion des zentralen Nervensystems und Stoffwechsels. Es ist wichtig zu wissen, dass bestimmte Ölarten die Zusammensetzung der Muttermilch und den Fettgehalt beeinflussen können. Mary J. Henning, eine weltberühmte Expertin auf dem Gebiet der Ernährung und der Fette empfiehlt gleichwertige und einheitliche Mengen von verschiedenen Fetten in einer Mahlzeit: einen dünnen Streifen Butter und jeweils einen ¼ Teelöffel kaltgepresstes Olivenöl, Leinsamenöl (eine reichhaltige Quelle an Omega-3) und Sesamöl in einem Salat. Kokosnussöl ist auch eine gute Wahl. Vermeiden sollte man verarbeitete und Transfette, da sie durch die Muttermilch ans Baby weitergegeben werden.

Getränke
Um die Muttermilchversorgung zu erhöhen, ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken. Du kannst auch Tee trinken, der die Muttermilchproduktion anregt, und kleine Mengen nicht alkoholisches Malzbier, aber eine geeignete Menge Wasser ist natürlich das Beste. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sollte man dagegen nur in Maßen trinken.

Nächste Woche geht es mit Gewürzen und kulinarischen Spezialitäten und einigen empfohlenen Rezepten weiter. Wenn du selber Empfehlungen zu diesem Thema hast, freuen wir uns wenn du sie im Bereich der  Kommentare teilst!
 
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